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Liebe Journalist*innen,

hier finden Sie unsere Pressemitteilungen und Informationen zur Tagung „Wenn Konzerne den Protest managen…“.

Für Rückfragen können Sie sich gern an uns wenden:

Ulrich Müller, LobbyControl, Tel. 0221/ 995715-16,
u.mueller@lobbycontrol.de

Ute Bertrand, ROBIN WOOD, Tel.: 0171/ 835 95 15,
ute.bertrand@robinwood.de

Jörg Staude, Linke Medienakademie e.V., Tel.: 0175/ 161 91 56, joerg.staude@linkemedienakademie.de

Hintergrundinformationen zur Tagung
RobinWood Nr. 126/3.15 – Themenschwerpunkt

 


 

Pressespiegel

Unternehmen bedienen sich verstärkt zivilgesellschaftlicher Protestformen… (Umwelt Aktuell I November 2015 “ Kunstrasen statt Graswurzelbewegung“ von Ute Bertrand)

„Die Kernfrage ist […] nicht, wie Protest zu vermeiden ist, sondern wie wir Protest managen können“. So formulierte Dr. Sebastian Schwark von der PR-Agentur Hill & Knowlton die Aufgabe für Unternehmen der Energiewirtschaft. Längst geht es den mächtigen Industriekonzernen nicht mehr nur darum… (Solarenergie-Förderverein Deutschland I 30.09.15 „Greenwashing und Astroturfing“ von Rüdiger Haude)

In Berlin tauschten sich am Wochenende Aktivisten und Interessierte darüber aus, wie Unternehmen Einfluss auf zivilgesellschaftliche Initiativen nehmen…(Neues Deutschland I 28.09.15 „Kommunikationsguerilla gegen Konzerne“ von Peter Nowak)

Nachlese zur Tagung von Robin Wood (Energie Blog, Robin Wood I 28.09.15 „Protestmanager trifft auf Kommunikationsguerillero„)

Nachlese zur Tagung von Klima-Luegendetektor.de (Blog, Klima-Lügendetektor I 27.09.15 „In eigener Sache: Ein Tag zu Greenwashing„)

Eine Tagung in Berlin beschäftigte sich mit der Tatsache, dass auf der „Wiese der Zivilgesellschaft“ auch wirtschaftsfinanzierte und beeinflusste Akteure grasen… ( Telepolis I 27.09.15 „Wenn Konzerne zu Protestberatern werden“ von Peter Nowak)

Über die Schnüffelei von Sicherheitsfirmen in linken Bewegungen ist in Deutschland wenig bekannt. Die Zahl eingesetzter Spitzel könnte jene der Polizei übertreffen…(Neues Deutschland I 25.09.15 „Spitzeln im Auftrag der Multis“ von Matthias Monroy)

Wo „Bürgerinitiative“ draufsteht, sind nicht immer auch Bürger drin. Es können auch gut getarnte Unternehmen sein…(taz I 22.09.15 „Kunstrasen aus der Industrie„)

Lobbyismus Konzerne finanzieren heimlich Bürgerinitiativen, um ihre Interessen durchzusetzen… (der Freitag I 18.09.15: „Gekaufter Protest“ Ulrich Müller von Lobbycontrol im Gespräch mit Felix Werdermann)

Bürgerinitiativen und Graswurzelbewegungen erfreuen sich in weiten Teilen der Bevölkerung großer Akzeptanz. Als nicht von Profitinteressen geleitete Organisationen genießen sie Vertrauen, sind im besten Fall erfolgreich. Dies beobachteten Konzerne schon eine geraume Zeit und kontern seit einigen Jahren ihrerseits…(junge Welt I 12.09.15: „Wenn Konzerne graswurzeln. Umwelt- und Sozialproteste werden mit PR-Maßnahmen großer Unternehmen ausgebremst“ von Gitta Düperthal)

 

 


 

+ + + Gemeinsame Presse-Info von LobbyControl, ROBIN WOOD, Linke Medienakademie und klimaretter.info + + +

„Wenn Konzerne den Protest managen…“
Lobby-Kritiker laden zur Tagung am 26. September 2015 an die
Humboldt-Universität in Berlin

(Berlin, 21.7.15) Großprojekte wie neue Tagebaue, Startbahnen oder Stromtrassen stoßen häufig auf heftigen Widerstand in der Zivilgesellschaft. Diese Proteste zu ignorieren oder zu verhindern, funktioniert nicht mehr. Deshalb gehen Investoren und beauftragte PR-Agenturen dazu über, Proteste einzukalkulieren und zu managen. Dabei nutzen sie zunehmend selbst Aktionsformen sozialer Bewegungen. Pro-Kampagnen wie „I love S21“ und „Ja zu Fra“ machen Stimmung für den Bahnhofsbau in Stuttgart oder den Flughafenausbau in Frankfurt. Die Initiative „Bürger für Technik“ streitet für die Atomindustrie und der Verein „Pro Lausitzer Braunkohle“ tritt als „heimatverbundene Bürgerbewegung“ gegen „grüne Märchenerzähler“ an.

Wie funktionieren PR-Kampagnen unter dem Deckmantel zivilgesellschaftlichen Engagements? Welche neuen Formen von Protest- und Akzeptanzmanagement gibt es? Welche Gegenstrategien sind erfolgreich? Darüber wollen LobbyControl, ROBIN WOOD, Linke Medienakademie und klimaretter.info eine Debatte anstoßen. Sie laden daher gemeinsam für den 26. September zu einer Tagung an die Berliner
Humboldt-Universität ein.

„Unternehmen, Lobbyisten und PR-Agenturen beobachten genau, wie die Zivilgesellschaft arbeitet. Immer wenn Bürgerbewegungen an Einfluss gewinnen, wird nach neuen Methoden gesucht, diesen Einfluss einzudämmen – so etwa nach den Stuttgart 21-Protesten 2010. Es ist an der Zeit, sich umgekehrt damit auseinanderzusetzen, wie Lobbyisten und PR-Leute Proteste kontrollieren und Akzeptanz schaffen wollen“, sagt Ulrich Müller, geschäftsführender Vorstand von LobbyControl.

In über 30 Workshops und Vorträgen werden Methoden des Protestmanagements in verschiedenen gesellschaftlichen Konfliktzonen ausgeleuchtet. Der Umgang mit Stakeholder-Dialogen ist ebenso ein Thema wie das Ausforschen von Bewegungen durch Unternehmensspione.

Die Veranstalter haben spannende ReferentInnen aus Bewegung, Wissenschaft, Medien und Kommunikationsguerilla gewonnen und bringen selbst Erfahrungen aus jahrelangen Auseinandersetzungen mit starken Lobbys ein. Ihr Anliegen ist es, transparent zu machen, wenn sich Goliath als David in Szene setzt und wirkungsvoll dagegen zu halten. Deshalb werden sich insbesondere auch Projekte präsentieren, die erfolgreich für Transparenz sorgen und die Macht der Konzern-Lobbys in Frage stellen.

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Alle Interessierten sind zu der Tagung am 26.9.15 herzlich eingeladen!